Seavoy erklärt
Wenn das Meer übernimmt – entschleunigt reisen auf Segel- und Expeditionsschiffen
Kreuzfahrten sind etwas Schönes, aber wer einmal etwas mehr Natur möchte und vor allem dem Elemente Wasser sehr nahe sein will, dem empfiehlt Franziska O’Connor eine Fahrt mit einem Windjammer.
Mit diesem Begriff «Windjammer» sind aber gerade schnell einige überfordert, da weiss dann der Passagier nicht genau, was das ist. Ein Windjammer ist ein grosses, Hochseetaugliches Schiff aus der späten Segelschiff-Ära, also von Ende 19/20 Jahrhundert.
Achtung, der Begriff ist aber nicht ein extra Schiffstyp, sondern lediglich eine Sammelbezeichnung für die grössten und leistungsfähigsten Frachtsegler ihrer Zeit. Klar definiert handelt es sich bei folgendem um Windjammer:
-
Sehr grosses, meist metallisches Segelschiff
-
Mehrmastig 3-5 Meter
-
Voll getakelt oder mit grossen Rah- und Gaffsegeln
-
Gebaut für weltweite Frachttouren
-
Bekannt für hohe Geschwindigkeit auf langen Strecken
Und was ist nun der Unterschied zu grossen Schiffen im Allgemeinen?
-
Antrieb: in der Regel Wind/Segel
-
Bauzeit 1870 – 1920
-
Material: Stahl oder Holz
Windjammer ist ein grosser Segler, in der Regel kein Motorschiff.

Den Unterschied merkt man auch schon beim Einschiffen. Je nach Hafen kann nämlich ein solches Schiff nicht immer andocken und ist oft draussen und die Passagiere werden mit dem Zodiac/Tenderboot auf das Schiff gebracht. Auch das Auslaufen wird meist viel mehr gefeiert und zelebriert als bei grossen Kreuzfahrtschiffen. Einige Reedereien haben sogar die passende Musik zum Segel setzen. Ganz besonders ist auch, dass die Brücke bei solch kleineren Schiffen immer offen ist. Das heisst, dass jeder Passagier zu jeder Zeit einfach dem Kapitän und den Offizieren über die Schulter schauen darf. Zudem können allgemeine Fragen gestellt werden, die immer sehr wohlwollend beantwortet werden.
Was Windjammer Fahrten so besonders macht, sind nicht nur die majestätischen Segel oder das entschleunigte Reisen, sondern vor allem die aussergewöhnlichen Routen und Häfen, die angelaufen werden. Diese Segelschiffe ankern dort, wo grosse Kreuzfahrtschiffe nicht einmal in die Nähe kommen – in kleinen Buchten, historischen Hafenstädtchen und ursprünglichen Küstenorten.
Genau darin liegt der grosse Reiz für alle, die abseits der bekannten Touristenpfade reisen und Destinationen entdecken möchten, die noch ihren authentischen Charakter bewahrt haben. Statt überfüllter Terminals erwarten die Gäste charmante Altstädte, lokale Tavernen, kurze Wege und das Gefühl, wirklich angekommen zu sein – nicht nur angelandet.
Ein besonders spannender Ausblick: Im Jahr 2027 erweitern der Royal Clipper, Star Clipper und Star Flyer ihre Routen um rund 30 neue Häfen. Laut Seavoy führen diese neuen Windjammer Routen unter anderem nach Cefalù auf Sizilien, Carloforte auf Sardinien, Kastellorizo in Griechenland sowie nach Kekova an der türkischen Riviera.
Alles Destinationen, die für grosse Schiffe schlicht unerreichbar sind – und genau deshalb so reizvoll. Kleine Häfen, kristallklares Wasser, jahrhundertealte Geschichte und eine Nähe zur Region, wie sie nur Segelkreuzfahrten mit Windjammern ermöglichen.
Wer mit einem Windjammer reist, folgt nicht dem Strom, sondern dem Wind. Und entdeckt Orte, die man nicht einfach besucht – sondern erlebt. Genau dafür berät Seavoy: für besondere Routen, echtes Entdecken und Abenteuer auf dem Wasser, für jeden Reisenden das richtige Schiff.
Bei Seavoy wissen wir aus eigener Erfahrung: Reisen auf dem Wasser verändert den Rhythmus. Besonders auf Segel- und Expeditionsschiffen rückt man dem Meer so nah, dass man es nicht nur sieht, sondern fühlt. Der Wind bestimmt den Kurs, die Wellen den Takt – und der Alltag rückt mit jeder Seemeile weiter in die Ferne. Diese Form der Segelkreuzfahrt ist keine klassische Kreuzfahrt, sondern eine Reise, bei der das Unterwegssein selbst zum Abenteuer wird.
Franziska O’Connor erinnert sich noch lebhaft an eine Überfahrt von Cannes nach Calvi. Das Schiff lag unter Segeln, der Wind frischte auf, die Bewegung war deutlicher spürbar als auf grossen Kreuzfahrtschiffen. Unten in der Koje wurde ihr kurz bewusst, dass Segeln mehr ist als sanftes Gleiten – es ist lebendig, manchmal rau, immer echt. Doch genau das gehört dazu.
Als sie an Deck trat, umgeben von salziger Meeresluft, geschah dieser eine Moment, den man nie vergisst: Delfine tauchten am Bug auf, spielten in den Wellen und begleiteten das Schiff ein Stück weit. Plötzlich war alles andere nebensächlich. Die Bewegung, die Übelkeit, der Alltag – vergessen. Zurück blieb dieses tiefe Gefühl, Teil der Natur zu sein.
Ein persönlicher Geheimtipp von Franziska für alle, die entschleunigt reisen möchten: Ganz vorne am Bug auf dem Netz liegen, ein Buch zur Hand, das Meer unter sich, den Horizont vor Augen. Das rhythmische Rauschen der Wellen, das Knarren der Leinen, der Wind im Gesicht – mehr Unterhaltung braucht es nicht. Auf einem Segelschiff ist die Reise selbst so intensiv, dass künstliche Shows oder Theater schlicht überflüssig werden.
Stattdessen erleben Gäste hier echtes Bordleben: spannende Vorträge über Routen, Wetter und Destinationen, Live-Updates direkt von der Brücke und Gespräche mit Offizieren und Kapitän, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft teilen. Wer möchte, kann sogar selbst aktiv werden – beim Mastklettern, das Mut, Vertrauen und ein wenig Abenteuerlust verlangt.
Seavoy Fazit
Segel- und Expeditionsreisen sind für Menschen, die nicht nur ankommen, sondern bewusst unterwegs sein wollen. Für alle, die das Meer nicht als Kulisse sehen, sondern als Begleiter. Genau diese Art des Reisens steht bei Seavoy im Mittelpunkt: persönlich, entschleunigt, naturnah – und voller Geschichten, die bleiben.